Archiv Leitlinien "Wettenberg-hilft" Steuerungsgruppe Spendenkonto Sport und Flüchtlinge Schulbesuch in Hessen Wir suchen! Ich möchte helfen! Ich habe abzugeben! Informationen Angebote Für Flüchtlinge Veranstaltungshinweise Downloads Pressespiegel Kontakt

12.12.2015

12.12.2015

Kai Laumann, Anita Schneider und Thomas Brunner besichtigen die Unterkunft. Foto: Anders

„So etwas funktioniert nur miteinander“
UNTERKUNFT 23. Dezember Übergabe, Einzug der Flüchtlinge am 29. Dezember / Dazwischen Tag der offenen Tür

LAUNSBACH - (ka). Gute Fortschritte macht der Bau der Unterkunft für Flüchtlinge in der Obergasse/Kuhgraben in Launsbach. Davon überzeugten sich bei einer Besichtigung Landrätin Anita Schneider und Wettenbergs Bürgermeister Thomas Brunner. Beide ließen sich von Zimmermann Kai Laumann den Sachstand und den Aufbau erläutern. Die in fester Holzbauweise errichtete 350 Quadratmeter große Einrichtung zählt zwölf Zimmer, ist 15,30 Meter breit und 25,30 Meter lang. Die Innenwände sind zehn Zentimeter dick. Wie Laumann versicherte, sei die Übergabe – nach einer dann dreieinhalbwöchigen Bauzeit – für den 23. Dezember vorgesehen. Nach den Weihnachtsfeiertagen und noch vor dem Einzug der ersten Bewohner – dies soll am 29. Dezember sein – soll es laut Brunner einen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung geben, damit sich diese einmal ein Bild machen kann. Gleich nach dem Betreten des Gebäudes sind rechts und links Duschen und Toiletten, getrennt für Männer und Frauen, untergebracht. Auch Waschmaschinen und Trockner finden in diesen Räumen einen Platz.

Weiter gehts: Linkerhand die Küche, rechts der Aufenthaltsraum sowie auf jeder Seite jeweils vier Zimmer für vier Personen. Auch wenn es nicht die optimale Lösung sei, werde zunächst mit Strom geheizt, erläuterte Schneider. Allerdings soll bei der für eine Mindestnutzungsdauer von drei Jahren ausgelegten Unterkunft dann im Sommer geschaut werden, ob eine Umstellung auf Gas oder ans Nahwärmenetz erfolgt.

„Wir kaufen die Unterkunft, weil wir auch eine Nachnutzung sehen. Da gibt es viele Möglichkeiten der Gestaltung, zum Beispiel für die Jugend- und Kinderarbeit. Eine Investition, die sich auf jeden Fall lohnt“, ist sich Schneider sicher, weil der Holzpavillon gut und flexibel für die Zukunft nutzbar sei.

„Ich bin positiv überrascht“, so die Landrätin, die zudem mitteilte, dass ein Sozialarbeiter die drei Wettenberger Einrichtungen betreuen soll und eine solche Stelle ausgeschrieben sei. „Wir müssen weg von den Notunterkünften und wir wissen, dass wir eine längere Aufgabe haben und deshalb auch in solide Gebäude investieren müssen“, so Brunner, der vor allem die vorbildliche Arbeit seiner Bauamtsmitarbeiter lobte. Ein Tag der offenen Tür sei wichtig, denn die Bevölkerung müsse bei solchen Aufgaben mitgenommen werden. „So etwas funktioniert nur mit einem miteinander.“

Gießener Anzeiger, 12.12.2015