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18.12.2015

18. Dezember 2015

Einzug der Flüchtlinge in Wißmar verzögert sich
SOZIAL 40 Teilnehmer bei Treffen der Ehrenamtsgruppe / Viele Infos für künftige Helfer

WETTENBERG - (ija). In Wißmar werden demnächst neue Flüchtlinge erwartet. Das ist bekannt. Viele Wettenberger möchten helfen. Für Mittwoch hatte die Ehrenamtsgruppe Wißmar aus diesem Grund interessierte Bürger in das Gemeindehaus der evangelischen Gemeinschaft eingeladen.

Diese Treffen gibt es schon seit Oktober. Bislang kamen immer nur um die zehn Bürger. So rechnete man auch an diesem Abend mit keinem großen Andrang, was sich aber schnell als falsch erwies. Rund 40 Interessierte kamen. Schnell war der kleine Raum voll besetzt. Petra Dietz, Kerstin Stroh und Sandra Seibert von der Ehrenamtsgruppe waren von der großen Resonanz begeistert. Kurz wurde die Gruppe vorgestellt. Informationen kann man über Facebook oder auch die mittlerweile in Betrieb genommene Homepage www.wettenberg-hilft.de erhalten. Eine Steuerungsgruppe sorgt dafür, dass alle in der Wettenberger Flüchtlingshilfe tätigen Gruppen miteinander vernetzt werden.

Hieß es anfangs noch, die ersten Flüchtlinge würden bereits Weihnachten den Holzpavillon in Wißmar beziehen, so erfuhr man, dass sich das nun doch noch verzögert. Probleme hängen mit einem Stromanschluss zusammen.

Was hat man bislang über die Gruppe erreichen können? Edeka Rink hatte unverderbliche Lebensmittel gespendet. Damit sei eine Erstversorgung garantiert. Was man dringend bräuchte, wäre noch ein geeigneter Raum, wo die offenen Treffen stattfinden könnten. Man sei mit der Gemeinde im Gespräch, habe aber noch nichts Passendes gefunden.

Wie aber kann man sich selbst einbringen – diese Frage beschäftigt viele der zukünftigen Helfer. Gerade sprachlich sehen einige da Probleme. „Das ist gar nicht so schwer. Mit Händen und Füßen, alles ist machbar“, meinte Petra Dietz. Man müsse sich nicht so viele Gedanken darüber machen. Berührungsängste und Hemmungen seien unnötig. Grenzen sollten aber immer gewahrt bleiben. „Man muss kein Spezialist sein. Wir sind nicht verantwortlich für sie, wir sind da, um zu unterstützen“, so Dietz.

Ist man eigentlich versichert, wenn man ehrenamtlich mit einem Flüchtling unterwegs ist, beispielsweise zu einem Arzttermin? Ja, alle registrierten Ehrenamtler sind über das Diakonische Werk unfallversichert. Dort kann man auch jede Menge Informationen zum Thema Ehrenamt und Flüchtlingshilfe erhalten. Eine Frau, die zwei junge Frauen aus Eritrea bei sich aufgenommen hat, berichtete von ihren durchweg positiven Erfahrungen.

Für die meisten Flüchtlinge stellen die Behördengänge eine große Schwierigkeit da. Ziel von „Wettenberg hilft“ sei es, möglichst schnelle Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und Integration der Flüchtlinge zu schaffen.

Gießener Anzeiger, 18.12. 2015