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19.11.2015

19.11.2015

dpa/Archiv

Informationen zu den drei Asylbewerber-Unterkünften in Wettenberg

Wettenberg steht vor der Aufgabe, bis Jahresende Raum für Flüchtlinge zu schaffen. Wie das aussehen soll, darüber wird in einer Bürgerversammlung informiert am kommenden Dienstag, 24. November, um 19.30 Uhr, in der Mehrzweckhalle in Krofdorf-Gleiberg. Einige Informationen gibt's bereits.

Zur Bürgerversammlung stehen Vertreter des Landkreises bzw. Personen, die an dem Projekt beteiligt sind, Rede und Antwort.

Der Landkreis Gießen stellt sich der Aufgabe, den Flüchtlingen eine angemessene Unterkunft bereitzustellen. Wegen der aktuellen Notlage mussten bereits in Leihgestern, Lich und Buseck für jeweils 200 Personen Zelte aufgestellt werden. Dem Wettenberger Bürgermeister Thomas Brunner sei es wichtig gewesen, von der Notunterbringung in Zelten wegzukommen. Daher wurde im Kreis unter seiner Beteiligung in den letzten Wochen ein System entwickelt, dem zufolge jeweils 32 Menschen in einem Massivholzgebäude untergebracht werden.

»Die Gebäude erlauben den Menschen die Selbstversorgung und sind im Winter viel kostengünstiger zu beheizen. Jedes Zimmer beherbergt nur vier Personen und hat einen kleinen Aufenthaltsbereich. Wettenberg erhält drei dieser Holzhäuser, und in jedem Ortsteil wird ein Gebäude aufgestellt«, erläutert Brunner. Bauen wird ein heimisches Unternehmen; bezogen werden sollen die Häuser noch dieses Jahr.

Bezug noch in diesem Jahr

In weiteren neun Kreiskommunen werden ebenfalls diese Gebäude aufgestellt. Die bereits in Wettenberg vorhandenen kleinen Gemeinschaftsunterkünfte (unter 20 Personen) werden von ehrenamtlichen Helfern und dem Landkreis betreut. So soll es auch bei diesen Häusern werden.

Brunner: »Aus meiner Sicht ist es eine Frage von Solidarität und Humanität, Bürgern anderer Nationen, die in Not geraten sind, zu helfen. Wären wir selbst in dieser Situation, erwarteten wir von unseren Nachbarn sicherlich das Gleiche.« Brunner appelliert an die Bürger, die Unterbringung der Asylbewerber als eine Chance für Wettenberg verstehen: »Die Menschen werden eine kulturelle Bereicherung sein und können mittelfristig in das Arbeitsleben eingegliedert werden. Wettenberg, in dem bereits Menschen aus annähernd fünfzig Nationen leben, wird noch etwas bunter und vielfältiger«.

Er sieht zahlreiche Möglichkeiten, sich als Wettenberger Bürger auch ehrenamtlich in dieses Projekt einzubinden. (pm)

Gießener Allgemeine, 19.11.2015