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23.11.2015

23.11.2015

Die Freifläche hinter dem alten Gerätehaus in Launsbach wird Standort für ein Flüchtlingsquartier. Ruediger Sossdorf

Flüchtlingsunterkunft: Baubeginn am Kuhgraben

Wettenberg (so). In Launsbach haben am Samstag am Kuhgraben hinter dem einstigen Spritzenhaus an der Obergasse die vorbereitenden Arbeiten zum Bau einer Unterkunft für Flüchtlinge begonnen.

Ein Bauunternehmen hat auf der Fläche Bewuchs zurückgeschnitten und einen Baum weggenommen. Am heutigen Montag beginnen die Arbeiten zum Verlegen der notwendigen Ver- und Entsorgungsleitungen – Wasser, Kanal und Strom. Zudem wird die Fläche begradigt und aufgeschottert, um einen sicheren Grund für die zu errichtende Unterkunft zu haben.

Für den morgigen Dienstag lädt die Gemeinde zusammen mit dem Landkreis zu einem Bürger-Informationsabend ein – 19.30 Uhr, Mehrzweckhalle Krofdorf-Gleiberg. Da soll eingehend erläutert und mit den Bürgern beraten werden, wie weitere Flüchtlingen in der Gemeinde ein ordentliches Dach überm Kopf finden können. Bekanntlich gibt es bislang zwei kleinere Gemeinschaftsunterkünfte in Krofdorf-Gleiberg und Wißmar, zwei weitere Wohnhäuser in Krofdorf-Gleiberg soll ebenfalls noch genutzt werden. Darüber hinaus wird die Gemeinde womöglich noch in diesem Jahr bis zu einhundert weitere Menschen aufnehmen– daran wird jetzt zügig gearbeitet.

Geplant ist der Bau von drei festen Holzhäusern, die jeweils Platz bieten für 32 Menschen. Der Kreis hat diese Objekte in Auftrag gegeben und zugleich eine Vielzahl von Containern angemietet (die Allgemeine berichtete am Samstag).

Als Standorte solche Wohncontainer respektive Pavillons ins Auge gefasst sind in Krofdorf-Gleiberg der Bolzplatz am Gleiberg-Osthang gegenüber der Seemühle; in Wißmar ein Grundstück neben dem Rasenplatz der Fußballer im Schacht und in Launsbach eben der »Kuhgraben« hinter dem einstigen Spritzenhaus (der heutigen Kelter).

Für entsprechende Prüfungen von Standorten respektive Vorbereitungen haben sich alle Fraktionen in der Gemeindevertretung vor zehn Tagen einstimmig ausgesprochen und eine Arbeitsgruppe initiiert. Begrüßt wurde das Schaffen kleiner Wohneinheiten für jeweils rund 30 Personen.

Nicht alle Standorte sind gleich tauglich, und die Gemeinde greift erst einmal auf Grundstücke in ihrem Eigentum zurück, so lange nicht anders verfügbar ist.

Hinsichtlich des Kuhgrabens wurden zwar auch Bedenken formuliert ob der engen Zuwegung und der nahen Ortsdurchfahrt. Ein Alternativ-Standort in Launsbach wäre oberhalb der Mittelmark zum Wald hin, aber da ist das Legen der Versorgungsleitungen wohl deutlich schwieriger zu bewerkstelligen.

Gießener Allgemeine, 23.11.2015