Archiv Leitlinien "Wettenberg-hilft" Steuerungsgruppe Spendenkonto Sport und Flüchtlinge Schulbesuch in Hessen Wir suchen! Ich möchte helfen! Ich habe abzugeben! Informationen Angebote Für Flüchtlinge Veranstaltungshinweise Downloads Pressespiegel Kontakt

28.12.2015

28. Dezember 2015

Rund 300 interessierte Bürger kommen am Sonntag nach Launsbach, um in Augenschein zu nehmen, wie die Unterkünfte für die Flüchtlinge ausschauen. Ruediger Sossdorf

Launsbach: So sieht’s aus in den Holz-Pavillons

Wettenberg (so). Eine überaus erfreuliche Resonanz fand der »Tag der offenen Tür« am gestrigen Sonntag von 14 bis 17 Uhr in der Flüchtlings-Unterkunft in Launsbach. Gut 300 Interessierte kamen, um zu sehen, wie es in dem Holzhaus aussieht, das derzeit fast fertig eingerichtet ist und von Dienstag an bereitsteht als Wohnraum für bis zu 32 Menschen.

Und es waren beileibe nicht nur die Launsbacher Nachbarn: Auch aus den anderen Wettenberg-Dörfern, aus Biebertal aus Heuchelheim und aus anderen Kreisgemeinden kamen die Leut´.

Das Haus im Launsbacher Kuhgraben ist eines der ersten von 30 Häusern dieses Typs, die der Landkreis Gießen kauft und in den Städten und Dörfern errichten lässt. Am heutigen Montag wird das Mobiliar komplettiert, hinzu kommt die erste Einrichtung; und voraussichtlich am Dienstag können dort Menschen ein Zuhause finden, ebenso wie auch im baugleichen Haus in Krofdorf nahe der Seemühle. Das Haus in Wißmar am Holztechnikmuseum geht ebenfalls seiner Vollendung entgegen. Im benachbarten Heuchelheim laufen derzeit die vorbereitenden Arbeiten für zwei Häuser unweit des Friedhofes sowie ein drittes auf dem Mühlberg.

Die Häuser mit den Maßen von etwa 25 auf 13 Meter bieten links und rechts des Eingangs Sanitärräume, dazu einen Küche und einen Aufenthaltsraum plus acht Zimmer für jeweils vier Personen. Installiert ist erst einmal eine Elektroheizung. Die Menschen, die dort einziehen, werden sich selbst versorgen.

Betrieben werden die Häuser von einem Vertragspartner des Landkreises, in Zukunft voraussichtlich European Homecare.

Ansprechpartner für die Menschen vor Ort wird ein Sozialarbeiter sein. Und eben auch engagierte Bürger: In den drei Wettenberg-Dörfern haben sich in den vergangenen Wochen viele Ehrenamtliche in unterschiedlichen Gruppen und Arbeitskreisen zusammengefunden, um die Neubürger beim Ankommen zu unterstützen – wenn dafür Bedarf besteht. So wurde auch die gestrige Öffnung des Hauses, die der Landkreis Gießen ermöglicht hat, aus dem Kreis dieser Ehrenamtler organisiert und betreut.

Gießener Allgemeine, 28.12.2015