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Schulbesuch in Hessen

Gemäß Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention hat jedes Kind das Recht auf Zugang zu Bildung und Schulunterricht. Für Flüchtlingskinder ist dieser Zugang jedoch häufig erschwert oder kaum möglich. Die folgenden Quellen geben einen Überblick darüber, wie in den einzelnen Bundesländern das Recht auf Schule umgesetzt wird und welche Unterstützung Flüchtlingskinder erfahren.

Downloads

Recht auf Bildung für Flüchtlinge [1.051 KB] - Rahmenbedingungen des Zugangs zu Bildungsangeboten für Asylsuchende, Flüchtlinge und Migranten mit Duldung (schulische oder berufliche Aus- und Weiterbildung). Informationverbund Asyl und Migration

Schulformen nach Geburtsdatum für Schuljahr 2015/16 im Raum Gießen [316 KB]

Informationen für aus dem Ausland zugewanderte Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern [333 KB] - Für weitere Fragen können Sie sich auch an das staatliche Schulamt für den Landkreis, Frau Sander oder Frau Gromes wenden.

Schulpflicht

In Hessen besteht gesetzliche Schulpflicht. Die Vollschulzeitpflicht beginnt für alle Kinder, die bis zum 30. Juni das sechste Lebensjahr vollenden, am 1. August eines Jahres. Sie beträgt in der Regel neun Jahre (Grundschule und weiterführende Schule). Asylbewerberkinder, die im Rahmen ihres Anerkennungsverfahrens bereits einer Gebietskörperschaft zugewiesen sind, sind nach dem hessischen Schulrecht zum Schulbesuch verpflichtet.

Aufgrund der geltenden Vorschriften besuchen in der Regel alle Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 16 Jahren (ggf. mit Abweichungen von einigen Monaten) eine Schule.

Recht auf Schulbesuch

Kinder und Jugendliche nichtdeutscher Herkunftssprache, die in Hessen ihren tatsächlichen Aufenthalt haben, aber nicht schulpflichtig sind, haben das Recht auf den Besuch einer Schule. Dieses Recht wird ohne Einschränkung gewährt.

Junge Flüchtlinge in unsere Schulen integrieren!

Die Sprachförderung von Flüchtlingen mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen findet an allgemeinbildenden Schulen, das heißt in der Grund- und weiterführenden Schule, vor allem in Intensivklassen bzw. im Rahmen von Intensivkursen statt. Im Rahmen der Intensivklassen und -kurse finden außerdem Alphabetisierungskurse für diejenigen statt, die noch keine schulische Vorbildung haben.

Intensivklassen

Der Besuch einer Intensivklasse dauert in der Regel ein Schuljahr, kann aber auf insgesamt bis zu zwei Schuljahre verlängert, aber auch verkürzt werden. Das Ziel des Besuches der Intensivklasse liegt in der erfolgreichen Vermittlung der deutschen Sprache. Der Schwerpunkt des Stundenangebotes fokussiert sich auf das Fach Deutsch als Zweitsprache (DaZ).

Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger werden zunächst keiner Schulform zugeordnet, erst nach dem Besuch der Intensivklasse erfolgt die Zuordnung zu einem Bildungsgang (Hauptschule, Realschule, Gymnasium). Das Ziel ist eine möglichst schnelle Integration in den regulären Unterricht. Daher wird schon während der Intensivklassenbeschulung in den Fächern Sport und Musik – je nach vorliegenden Sprachkenntnissen auch in den Fächern Mathematik oder Englisch – der Besuch einer Regelklasse gegebenenfalls ermöglicht. Im Anschluss an den Besuch der Intensivklasse erfolgt normalerweise zusätzlich zum regulären Unterricht eine Förderung im Rahmen der Deutschförderkurse.

Intensivkurse im ländlichen Raum

Intensivkurse werden zumeist angeboten, wenn die Anzahl der Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger für die Bildung einer Intensivklasse nicht ausreichend ist – beispielsweise im ländlichen Raum

Angebote an beruflichen Schulen

Sprachförderkonzept InteA

Um den steigenden Zahlen von jugendlichen unbegleiteten und begleiteten Flüchtlingen und Zuwanderern ohne Deutschkenntnisse in Hessen Rechnung zu tragen und die Angebote stärker an den Bedarfen dieser Gruppe auszurichten, hat das Hessische Kultusministerium in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration einen weiteren Baustein des schulischen Gesamtsprachförderkonzepts erstellt, welches die Einführung von Intensivmaßnahmen nach dem Vorbild des allgemeinbildenden Bereichs an den beruflichen Schulen vorsieht.

Das Sprachförderkonzept InteA (Integration und Abschluss) hat nach erfolgreicher Sprachförderung mit berufsorientierenden Komponenten als Hauptzielsetzung, den Übergang in das duale System (Ausbildung) bzw. in eine schulische Maßnahme zu ermöglichen. Die Hauptzielgruppe sind Flüchtlinge, die bei Erstkontakt mit einer hessischen Behörde das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und das Mindestalter von 16 Jahren haben. Darüber hinaus können Schulen Flüchtlinge, die zwischen 18 und 21 Jahre alt sind, begrenzt aufnehmen. Die Sprachförderung kann bis zu zwei Jahren in InteA ermöglicht werden.

Wo werden Flüchtlinge zur Schulwahl beraten?

In allen 15 Staatlichen Schulämtern sind Ressourcen für ein Aufnahme- und Beratungszentrum für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger zur Verfügung gestellt. Dieses berät zugewanderte Eltern bzw. Flüchtlinge, welche Schule das für sie passende Angebot zur Förderung bereithält.

Quelle: Land Hessen - Flüchlinge in hessen